Archiv der Kategorie: Die Elektroautos unserer Kunden

Opel Ampera-e bei Rüschkamp jetzt im eleganten Weiß

Ampera-e auf Wunsch in weiß.

Eine hauchdünne Folie macht’s möglich. Ampera-e jetzt weiß! Kundenwünsche werden erfüllt.

Opel Ampera-e

Der neue Opel Ampera e begeistert mit einer enormen Reichweite von mehr als 500 km.

Bei dem Ampera-e handelt es sich um einen vollwertigen 5-Sitzer, der eine gute Raumausnutzung bietet. Das Kofferraumvolumen ist mit 381 Litern (als 5-Sitzer) sehr geräumig.

Die „First Edition“ ist bereits ausverkauft, jetzt kommt die gleichwertige Ausstattungsreihe „Ultimate“, die wir Ihnen hier anbieten können.

Fahrzeugdaten:

  • Elektroantrieb (150 kW / 204 PS)
  • 360 Nm aus dem Stand direkt verfügbar
  • Höchstgeschwindigkeit: 150 km/h (abgeregelt)
  • 0 – 100km/h in 7,3 Sekunden
  • 60 kWh (Lithium-Ionen- Batterie) / 400 Volt / 288 Zellen
  • Garantie 8 Jahre oder 160.000km auf die Antriebseinheit
  • Reichweite: 520 km nach (NEFZ). Eine Reichweite von 350 km auch im Winter ist realistisch – von enomo getestet.

Serienausstattung Opel Ampera-e:

  • Bi-Xenon Scheinwerfer mit Fernlicht-Assistent
  • LED Tagfahrlicht und LED Rückleuchten
  • 17″ Leichtmetallfelgen
  • 10,2 IntelliLINK-e Touchscreen- Farbdisplay
  • Opel OnStar
  • Klimaautomatik
  • „Keyless Open“
  • Einparkhilfe vorne und hinten
  • Schnelllademöglichkeit Gleichstrom, (DC) bis zu 50kW
  • Frontkollisionswarner mit automatischer Gefahrenbremsung und Fußgängererkennung
  • Spurhalte-Assistent
  • Ladekabel

Folgende Ausstattungsdetails bringt die Ausstattungsreihe „Ultimate“ mit:

  • Lederausstattung
  • Sitz und Lenkradheizung
  • Bose Soundsystem
  • Rückfahrkamera
  • Spurwechsel-Assistent
  • Rückfahr-Assistent
  • Toter Winkel-Warner
  • Automatischer Parkassistent
  • Metallic-Lackierung Onyx schwarz
  • Wunsch-Farbe als Folierung gegen Aufpreis möglich

Der Preis beinhaltet bereits die Hersteller- und BAFA-Prämie sowie Überführungskosten.

Stellen Sie eine Finanzierungsanfrage an die GLS Bank

Lieferzeit auf Anfrage.

Für Ihre Wunschkonfiguration wenden Sie sich bitte direkt an Cornelia Raesfeld bei uns im Haus.

 

 

Elektromobilität als Beitrag zum Gemeinwohl

Rüschkamp, enomo und die GLS-Bank haben ein gemeinsames Ziel. Als Kaufleute wollen sie an einer zukunftsfähigen, nachhaltigen Gesellschaft arbeiten. Gemeinsames Mittel zu diesem Zweck ist das umweltfreundliche Elektroauto. Rüschkamp ist in diesem Fall der Händler, enomo stellt die gemeinsame Vermittlungs-Plattform dar, die GLS-Bank ist Kunde und gleichzeitig Promotor für die gemeinsame gute Sache, durch umweltfreundliche Mobilität einen Beitrag für das Gemeinwohl zu leisten.

Ampera-e fährt jetzt in Senden

Schon lange stand der blaue Ampera-e im Autohaus, aber die Auslieferung zog sich hin. Am 18.12. schließlich sollte die Übergabe sein.

Für Sven und Karina aus Senden ging heute ein Traum in Erfüllung: sie bekamen endlich ihr erstes Batterie-elektrisches Auto, einen blauen Opel Ampera-e aus dem Autohaus Rüschkamp. Die beiden Aktiven von der Agenda21Senden hatten über den AK Mobilität schon viele Elektroautos kennengelernt. Zunächst war der Tesla Model S ihr Traum. Als sie dann aber bei der Tour de Ruhr 2017 den neuen Opel Ampera-e Probe gefahren hatten, schlug ihr Herz für den kleineren, aber genauso feinen Elektrowagen aus dem Hause Opel. Nicht ganz leicht war es, einen der wenigen Ampera-e zu bekommen, aber nach zwei Monaten Wartezeit kam das auserwählte Auto dann doch noch rechtzeitig zum Weihnachtsfest.

Zunächst musste mit Christoph Wacker vom Autohaus Rüschkamp das Formale erledigt werden.

Erst dann ging es zum Auto, um die notwendigen Details zu besprechen.

Danach folgte die fachmännische Einweisung durch Christoph Wacker in die zahlreichen Bedienelemente.

An diesem Kombi-Instrument können die wichtigsten Daten abgelesen werden, z.B. die Restreichweite, die Geschwindigkeit, die Leistung und der Ladevorgang-

Am Display kann man sich neben vielen wichtigen Daten auch den Energiefluss und den Ladezustand der Akkus anzeigen lassen.

Direkt neben dem neuen Ampera-e stand der Hotzenblitz als Symbol dafür, dass das Autohaus Rüschkamp schon seit fast 30 Jahren zu den Pionieren der Elektromobilität gehört.

Das Autohaus Rüschkamp gratuliert Karina und Sven zum Erwerb des nachhaltigen, zukunftsweisenden Autos und wünscht allzeit gute Fahrt!

Alles sauber unter Strom – Solarmodule auf dem Dach – Elektroauto in der Garage

Niklas, Doris und Werner van den Berg mit dem Elektroauto an ihrem Haus in Lüdinghausen

Familie van den Berg hat Spaß mit ihrem Peugeot iOn

Lüdinghausen. Photovoltaikanlage auf dem Dach, Solarmodule fürs heiße Wasser. Zudem seit Jahren ein Erdgasauto. Wer sich so intensiv mit erneuerbarer Energie und alternativem Treibstoff beschäftigt, der landet am Ende fast automatisch beim Elektroauto. Bei der Familie Van den Berg in Lüdinghausen ist es so gekommen. Sie gehört zu den Vorreitern eines umweltfreundlichen Umgangs mit Energie auf allen Ebenen. Und wenn in der eigenen Stadt mit dem Autohändler Joan Hendrik Rüschkamp auch noch ein Pionier der E-Mobilität sitzt,  dann ist der Schritt zum eigenen Elektrofahrzeug nicht mehr groß.

Hier wird der Wagen mit Strom aus der normalen Haushaltssteckdose versorgt.

Werner van den Berg mit dem Ladegerät für den Peugeot iOn.

Anfang des Jahres war es bei den van den Bergs soweit. Sie suchten einen abgasfreien Zweitwagen, der Wege in die Nachbarstädte und zurück zuverlässig ermöglicht, aber auch erschwinglich ist. Mit dem Peugeot iOn wurden sie im Autohaus Rüschkamp fündig. Rund 15000 Euro bezahlten sie nach Abzug der Förderprämie für das Auto.  Dafür bekamen sie einen spritzigen Kleinwagen mit überraschend viel Platz, der an der Ampel auch schon mal einen verblüfften Motorradfahrer hinter sich lässt. Mit einem Schmunzeln erzählt Vater Werner van den Berg von solchen Erlebnissen. Seiner Ehefrau Doris haben es vor allem die praktischen Vorzüge des Wagens angetan: „Ich komme mit dem Auto locker und leise durch das Wohngebiet. Und für Innenstädte ist es ideal. Alle Einkäufe passen gut hinein.“

So sieht die Dose fürs schnelle Laden am iOn aus. Damit wäre der leere Akku in 20 Minuten wieder voll.

Das E-Auto der van den Bergs in der Profilansicht.

So sieht der Wagen von vorne aus. Das „E“ am Ende des Kennzeichens zeigt: Das ist ein Elektroauto.

Doris und Werner van den Berg benutzen den elektrischen Peugeot allerdings nur abends und am Wochenende. In der Regel ist ihr 20-jähriger Sohn Niklas damit unterwegs. Er fährt damit täglich zum Overberg Kolleg in Münster. Die Strecke zur Schule und zurück schafft das Auto problemlos bei jeder Witterung. Rund 110 Kilometer beträgt die Reichweite des iOn von Frühjahr bis Herbst. „Im Winter wird es durch die Heizung natürlich weniger.“ Das hat Niklas im Januar und Februar bereits festgestellt. „Aber entscheidend ist die Fahrweise“, betont er. Damit könne man den Verbrauch massiv beeinflussen.

Niklas van den Berg am Steuer des Elektroautos, mit dem er fast täglich nach Münster zur Schule fährt.

Großen Spaß haben alle drei Familienmitglieder am elektrischen Fahren. Weil es so häufig im Einsatz ist, hat ihr Auto in seinen ersten sechs Monaten schon 9000 Kilometer auf dem Zähler. „Zu 99 Prozent wird es zu Hause in der Garage an der normalen Schukosteckdose geladen“, erklärt Werner van den Berg. Das hat die Stromrechnung natürlich in die Höhe getrieben. Allerdings wären die Benzinkosten für ein gleich großes Auto dreimal so hoch. Außerdem produziert die Solaranlage auf dem Dach immer noch ein Vielfaches des eigenen Verbrauchs – inclusive Elektroauto.  Werner van den Berg weiß über all das genau Bescheid. Er ist Energieberater bei den Stadtwerken Lünen, die mittlerweile sechs E-Autos im Fuhrpark haben.

Verbesserungswürdig ist für Doris van den Berg die Infrastruktur. Sie arbeitet beim  Landschaftsverband, fährt mit dem Elektroauto regelmäßig auch zum Einkaufen  nach Münster und findet die öffentlichen Ladesäulen dort häufig blockiert. Außerdem stört sie das Durcheinander beim Bezahlen. „Hier müssten die Betreiber unbedingt für eine Vereinheitlichung sorgen“, sagt sie. Ihr iOn ist mit einer Schnelllade-Funktion ausgestattet. Damit wäre seine Batterie in 20 Minuten prall gefüllt. Entsprechende Ladestationen sind noch rar, werden allerdings bis Jahresende auf fast allen Autobahnraststätten installiert. Dort gibt es auch keine Probleme mit dem Bezahlen. Denn sie sind kostenlos.

Matthias Münch (Text und Fotos)

  • In Lüdinghausen hat sich beim Thema Elektromobilität einiges getan: Die Post hat ihren Fuhrpark elektrisch umgerüstet. Die Stadtwerke fahren E-Transporter. Das Autohaus Rüschkamp informiert regelmäßig über die Entwicklung auf diesem Gebiet und verkauft Elektrofahrzeuge an etliche Kunden auch in der Umgebung.
  • Nach Auskunft des Kreises Coesfeld waren am 13. Juli 2017 in Lüdinghausen acht Elektrofahrzeuge zugelassen. Hinzu kommen die sieben E-Autos der Post, die alle an der Konzernzentrale in Bonn gemeldet sind. Im Ganzen Kreis Coesfeld gab es zu Beginn des Jahres 2017 nur 45 Elektroautos. Seitdem hat sich die Zahl auf 105 mehr als verdoppelt. Ein paar weitere Zahlen in den beiden folgenden Tabellen:

 

          Elektroautos im Münsterland

Stichtag 1.7.2017ElektroautosHybrid-AutosAlle Autos
Kreis Coesfeld45544132.694
Kreis Borken93365212.696
Kreis Steinfurt128626258.928
Kreis Warendorf63359162.979
Stadt Münster123444140.957
Land NRW5.28331.7299.807.338

Quelle: Kraftfahrt-Bundesamt

 

E-Autos im Kreis Coesfeld

Stichtag

13.7.2017

Elektroautos

(ohne Hybrid)

Ascheberg4
Billerbeck5
Coesfeld12
Dülmen18
Havixbeck12
Lüdinghausen8
Nordkirchen9
Nottuln9
Olfen6
Rosendahl8
Senden14
Kreis gesamt105

Quelle: Kreis Coesfeld

 

 

Eine doppelt elektromobile Familie in Lüdinghausen

Dass ausgerechnet er mal einen Sportwagen mit rasanter Beschleunigung kaufen würde, das hätte sich Jöran Kortmann (33) nicht träumen lassen. Denn er ist durch und durch ökologisch eingestellt. Als Unternehmer mit seinem Internethandel für Gärtnereibedarf. Als Kommunalpolitiker und Mitglied der Grünen-Fraktion im Lüdinghausener Stadtrat. Und als Weltbürger:  „Die Zerstörung der Umwelt und Erhaltung unserer Lebensgrundlagen ist für mich das große Menschheitsthema“, sagt er.

Wenn so einer nicht auf umweltfreundliche Elektromobilität setzt, wer dann überhaupt? Das fand er auch selbst und liebäugelte schob seit Jahren mit einer entsprechenden Investition. Andererseits beschäftigten ihn die gleichen Bedenken wie die meisten anderen Leute beim Thema E-Auto. Und die drehten sich vor allem um die Reichweite. Wie lange müsste er laden, wie oft würde er mit leeren Akkus liegen bleiben?

„Im Herbst 2015  gab mein altes Auto seinen Geist auf. Da wurde es ernst“, erinnert sich Kortmann. Er wandte sich an Joan Hendrik Rüschkamp, der ihm als Pionier der ersten Stunde in Sachen E-Mobilität bekannt war. Und der Autohändler hatte genau das richtige Fahrzeug für ihn: einen Chevrolet Volt, der rein elektrisch fährt, zusätzlich aber einen so genannten Range Extender hat. Das ist ein kleiner Benzinmotor, der anspringt, wenn die Ladung der Batterie zur Neige geht und diese während der Fahrt wieder füllt. Der Volt ist baugleich mit dem Opel Ampera, den Joan Hendrik Rüschkamp selbst seit Jahren fährt.

Der Wagen erfüllt fast alle Erwartungen, die Jöran Kortmann an ein Firmenfahrzeug hat. Er besucht damit Lieferanten und Kunden in den umliegenden Orten einschließlich Dortmund und Münster. Er nutzt ihn für Service- und Lieferfahrten und verbraucht dabei kaum Benzin. Mit vollen Akkus schafft der Volt im Durchschnitt 50 Kilometer. Das reicht in der Regel aus. Ab und zu lädt Kortmann unterwegs Strom nach und betont: „Sprit habe ich in den anderthalb Jahren seit dem Kauf keine zehn Mal getankt.“ Von dem Antriebskonzept ist er begeistert. Deshalb nimmt er es auch in Kauf, dass er jetzt mit einem Auto über die Straßen flitzt, das eigentlich nicht zu ihm passt. Trotzdem juckt es ihn manchmal im Fuß, wenn er einen Porsche an der Ampel stehen lassen könnte.

Das Interesse an Alternativen zu Benzin- und Dieselautos lernte Jöran Kortmann von seinen Eltern. Sie setzten zunächst auf Kraftstoffe aus nachwachsenden Pflanzen, zum Beispiel Bioethanol E 85. Das setzte sich aber im PKW-Bereich nicht durch, zumal dabei auch „wertvolle Rohstoffe verbraucht werden“, wie Eva Kortmann betont. Seit sechs Wochen fährt sie nun ein reines Elektroauto, einen Peugeot iOn. Sie braucht den Wagen für die Fahrt zur Arbeit in Münster und öfter zum Einkaufen.

Ganz bewusst hat sie das Auto im Frühjahr gekauft.  „Aufgrund der eingeschränkten Reichweiten war es mir für den Winter zu unsicher, ob und wie ich täglich nach Münster hin und zurückkomme. Die Erfahrung der ersten Wochen zeigt, dass eine Reichweite von 120 Kilometer  ohne Heizung und gemäßigte Fahrweise realistisch ist“, erklärt sie. Sehr praktisch wäre es für sie, ihren Wagen an einer Ladestation der Stadtwerke Münster zu tanken. Allerdings verlangen die Stadtwerke für jeden Ladevorgang 9,90 Euro. Unabhängig davon wieviel man braucht.

Kostenlos können nur die Kunden der Stadtwerke Münster deren Stromtankstellen nutzen. Dazu ist Eva Kortmann aber nicht bereit, weil sie einen Vertrag mit dem Ökostrom-Anbieter EWS hat und diesen auch nicht kündigen wird.

„Aktuell hoffe ich, mit meinem Arbeitgeber zu einer Lösung zu kommen, die mir ein Auftanken in der Nähe des Arbeitsplatzes während meiner Schreibtischarbeitszeit  ermöglicht, damit ich dann auch meinen Job im Außendienst bei Hausbesuchen in Münster mit meinem kleinen Flitzer wahrnehmen kann.“ Diese Hausbesuche sind der eigentliche Grund, warum sie seit 25 Jahren überwiegend mit dem Auto nach Münster fährt und nicht öffentliche Verkehrsmittel benutzt.

Wenn Eva Kortmann und ihr Mann ausnahmsweise einmal weitere Strecken mit dem Auto fahren, dann tauschen sie das Fahrzeug einfach mit ihrem Sohn. Wie der ist auch Eva Kortmann vom elektrischen Autofahren begeistert. Sie räumt aber ein: „Noch sind dabei nicht alle Probleme gelöst und es bedarf einer veränderten Einstellung zur Mobilität.“

Matthias Münch

 

Informationen zu den beiden Autos

        Die beiden Elektroautos der Familie Kortmann sind Modelle, die schon vor sechs bis sieben Jahren auf den Markt kamen. Die Autos der neuesten Generation haben realistische Reichweiten von über 300, 400 oder 500 Kilometer je nach Kapazität der Akkus und Geldbeutel der Käufer.

        Die alte Reichweitenangst muss niemanden mehr schrecken. Das Netz von Stromtankstellen wächst in Deutschland jährlich vierstellig und liegt jetzt schon bei  über 7000.

        Zudem werden bis Jahresende auf fast allen Autobahn-Raststätten   Schnellladestationen mit einer Kapazität von 50 Kilowatt errichtet, an denen moderne E-Autos ihre leeren Akkus in einer halben Stunde zu 80 Prozent aufladen können.

        In fünf bis zehn Jahren soll die Ladefähigkeit künftiger Autos und Stromzapfsäulen auf 1000 Kilowatt steigen. Dann würde der Ladevorgang nur noch wenige Minuten dauern.

 

Mit Solarstrom zur Arbeit – mit Windstrom zurück

Lehrerin fährt täglich im Elektroauto voll selbst erzeugter
Energie von Lüdinghausen zu ihrer Schule nach Unna

Lüdinghausen/Unna. Mit Sonnenstrom morgens 50 Kilometer zur Arbeit. Mit Windenergie
nachmittags zurück nach Hause. So macht es die Lüdinghausener Lehrerin Christiane
Middrup-Petrausch im Sommer wie im Winter. Tagtäglich. Ohne Probleme. Sie unterrichtet
an der Peter-Weiss-Gesamtschule in Unna. Ihr fahrbarer Untersatz ist ein Opel Ampera. Ein
Elektroauto mit zusätzlichem kleinen Benzingenerator, der die Akkus wieder füllt, wenn sie
während der Fahrt zur Neige gehen.
Seit gut einem Jahr setzen Christiane Middrup-Petrausch und ihr Mann Amandus Petrausch,
Ingenieur für Biomedizintechnik, auf saubere Energie für Haus und Auto. Die Nordkirchener
Solarfirma Stiens installierte ihnen eine Photovoltaikanlage auf Dach und Garage ihres
Einfamilienhauses an der Königsberger Straße. Das damals zwei Jahre alte Elektrofahrzeug
kauften sie bei der Firma Rüschkamp in Lüdinghausen.
Die 16 Kilowattstunden fassende Batterie des Ampera reicht für die 50 Kilometer bis zur
Schule in Unna. Dort muss sie wieder gefüllt werden. Das ist möglich dank des guten Willens
aller Beteiligten. Als Christiane Middrup-Petrausch mit dem Wunsch nach einer Ladestation
samt Parkplatz für das Elektroauto an ihre Schulleitung herantrat, traf sie auf offene Ohren.
Auch die Schulverwaltung der Stadt Unna spielte mit und genehmigte die zeitweise Nutzung
eines Lehrerparkplatzes speziell für Elektroautos. Die Stadtwerke Unna installierten die
Ladesäule, die mit Ökostrom gespeist wird.
Blieb nur noch die Frage nach der Bezahlung des Autostroms. Auch dafür hatten die
Stadtwerke eine Lösung, die ihr Abteilungsleiter Produktentwicklung Thomas Weigel
erläutert: „Wir nahmen Kontakt zur Firma ubitricity auf. Und die lieferte ein intelligentes
Ladekabel mit mobilem Stromzähler, das den Verbrauch exakt abrechnet.“ Das Berliner
Unternehmen ist ein Startup, das Ideen und Komponenten zur Elektromobilität entwickelt,
zum Beispiel die einfache Nutzung von Straßenlaternen als Ladestationen.
Nun erhält die Lehrerin monatlich eine Stromrechnung von den Stadtwerken. Sie bezahlt 30
Cent pro Kilowattstunde – etwas mehr als für den Haushaltsstrom in Lüdinghausen. Denn der
wird trotz der Solaranlage auf dem Dach immer noch benötigt, weil die Sonne nicht rund um
die Uhr scheint. Umgekehrt liefern die Kollektoren jede Menge Energie, wenn niemand zu
Hause ist. Der überschüssige Strom wird ins RWE-Netz eingespeist und mit lediglich 12 Cent
pro Kilowattstunde vergütet. Das ist eigentlich nicht Sinn der Sache.
Deshalb bekommt die Familie Petrausch nun eine große Batterie der Marke Tesla. Dieser
Speicherblock des kalifornischen Elektroauto-Pioniers ist mit einer Steuerung ausgerüstet, die
die gewünschten Prioritäten setzt, wie Amandus Petrausch erklärt: „Zunächst wird das Auto
voll geladen. Dann wird das Haus versorgt. Erst wenn dann noch Strom übrig ist, fließt er ins
Netz.“
Für den Ingenieur Petrausch ist das Ganze nicht nur spannende Technik. Es rechnet sich auch
trotz des relativ hohen Kaufpreises für das Elektroauto: „Wir fahren mit dem Ampera rund
28000 Kilometer im Jahr, davon 25000 rein elektrisch.“ Nur auf langen Strecken ohne
Zwischenstopp brauchen sie Benzin. Mit vollem Tank und vollen Akkus schafft der Wagen
500 Kilometer. „Zur Schule und zurück fährt meine Frau 20000 Kilometer im Jahr“, so
Amandus Petrausch. Durch diese weite Strecke amortisiere sich das Auto im Laufe der Zeit.
Die Verbrauchskosten seien deutlich geringer. Selbst im Vergleich zu einem sparsamen
Benzin- oder Dieselfahrzeug. Hinzu kommen Einsparungen bei Wartung und Reparaturen.
Ein E-Auto, weiß der Ingenieur, hat kein Getriebe und überhaupt viel weniger bewegliche
Teile. Auch die Bremsen verschleißen kaum. „Und die Elektromotoren, die ich kenne, die
halten ewig.“
Für Christiane Middrup-Petrausch spielt die Technik eine untergeordnete Rolle. Die
ökologischen Vorteile elektrischer Mobilität sind ihr wichtig. Ansonsten braucht sie ein
zuverlässiges und komfortables Gefährt. Und den Vergnügungsfaktor nimmt sie gerne mit,
wenn sie andere Autos an jeder Ampel oder Steigung lautlos hinter sich lässt: „Der Wagen ist
so leise und so spritzig. Es macht einfach viel Spaß.“

Ampera der Familie Petrausch an der Ladesäule vor der Schule

Ampera der Familie Petrausch an der Ladesäule vor der Schule

Matthias Münch

Interview: Warum fährt der Stellvertreter des Generalvikars in Münster elektrisch?

Stromstecker statt Benzin-Zapfhahn: Hier lässt Dr. Jochen Reidegeld die Elektronen in sein Auto fließen.

Stromstecker statt Benzin-Zapfhahn: Hier lässt Dr. Jochen Reidegeld die Elektronen in sein Auto fließen.

Für Dr. Jochen Reidegeld, stellvertretender Generalvikar im Bistum
Münster, gehört zur Bewahrung der Schöpfung auch ein nachhaltiger
Umgang mit Rohstoffen und Energie. Deshalb fährt er seit fünf
Monaten ein Elektroauto. Wir sprachen mit ihm über seine
Beweggründe und seine ersten Erfahrungen mit dem E-Fahrzeug.

Interview von Matthias Münch (c)
Frage: Welches Elektroauto fahren Sie?
Reidegeld: Es ist ein Opel Ampera. Das Auto habe ich im Mai gebraucht vom Autohaus
Rüschkamp in Lüdinghausen gekauft. Dessen Chef Joan Hendrik Rüschkamp schätze ich sehr
als jahrzehntelangen Förderer von erneuerbaren Energien und Elektromobilität.
Frage: Wie gefällt Ihnen das elektrische Fahren?
Reidegeld: Zuerst mal ist es ein tolles Erlebnis, ein total entspanntes Fahren. Man gleitet
dahin. Auf kurzen Strecken ist der Wagen sehr spritzig. An der Ampel könnte man die
meisten anderen Autos locker stehen lassen. Auf Langstrecken muss man seinen Fahrstil
anpassen. Man lernt sparsames Fahren.
Frage: Wie weit kommen Sie mit dem Auto?
Reidegeld: Kurz- und Mittelstrecken sind problemlos. Je nach Fahrweise und
Außentemperaturen schaffe ich zwischen 50 und 75 Kilometern. Das reicht für den
Alltagsgebrauch immer aus. In der Garage hier in Münster lade ich die Batterie in drei bis vier
Stunden wieder auf. Für längere Strecken, zum Beispiel nach Köln oder Berlin, habe ich den
Range Extender. Das ist ein kleiner Benzinmotor, der die Batterie unterwegs auflädt.
Angetrieben wird das Auto immer elektrisch.
Frage: Welche Reaktionen erleben Sie auf das Auto?
Reidegeld: Manche reagieren genauso wie ich am Anfang und denken: innen Öko, außen
Angeber. Das liegt an der schnittigen Form des Autos, das wie ein Sportwagen aussieht.
Generell sind die ersten Reaktionen sehr positiv. Doch dann kommen schnell die Bedenken
wegen mangelnder Reichweite oder langer Ladezeiten. Und die Fragen, ob diese Autos
wirklich so umweltfreundlich sind.
Frage: Was antworten Sie dann?
Wenn man jetzt nicht solche Autos fährt, die natürlich noch nicht perfekt sind, dann wird es
hier keinen Fortschritt geben. Es muss Pioniere geben, um eine gute Sache
durchsetzungsfähig zu machen. Um zum Beispiel den Weg dafür zu bereiten, dass es bald
noch bessere Elektroautos gibt und die dann auch genutzt werden.
Frage: Meinen Sie Autos wie den Nachfolger Ihres Modells, den Ampera-e, der rein
elektrisch fährt und mit einer Akkuladung fast 400 Kilometer schaffen soll?
Reidegeld: Ja genau. Mit den Elektroautos der nächsten Generationen wird die Reichweite
kein Problem mehr sein. Aber dann ist es auch wichtig, dass der Strom dafür möglichst
regenerativ erzeugt wird. Auch hier muss noch deutlich mehr getan werden. Gegen die ganze
Energiewende gibt es noch immer viel zu viele Widerstände.
Frage: Warum ist Ihnen das Thema Energie so wichtig?
Reidegeld: Weil es ein zutiefst christliches Anliegen ist. Der Umstieg auf erneuerbare
Energien ist die einzige Möglichkeit, um unsere Erde vor der kompletten Zerstörung zu
bewahren. Die Bewahrung der Schöpfung ist Aufgabe des einzelnen und der Gesellschaft.
Der übermäßige Energieverbrauch ist für uns in Europa vielleicht nur mit gewissen Risiken
verbunden. Aber in anderen Teilen der Welt sterben dafür Menschen. Bei der Ölgewinnung
werden riesige Landschaften verseucht. Die Ausbeutung der Natur geht auf Kosten der Armen.
Deshalb hat eine Änderung unseres Umgangs mit Energie eine gewaltige soziale Dimension.
Frage: Wie es aussieht, nutzen Sie Ihr Elektroauto auch als Werbeträger. Warum ist es mit
dem Schriftzug „Marathon der Hoffnung“ beklebt?
Reidegeld: Das ist noch die Werbung für die Aktion von roterkeil.net beim Münster Marathon
am 11. September. Da bin ich mitgelaufen und da haben wir Spenden für unser Netzwerk
gegen Kinderprostitution gesammelt.

Zur Person:
Pfarrer Dr. Jochen Reidegeld wurde 1969 in Greven geboren. Nach seiner Priesterweihe war
er von 1996 bis 2000 Kaplan in Olfen und danach in Senden. Bei einem Urlaub 1999 auf Sri
Lanka wurde er mit organisiertem Kindesmissbrauch konfrontiert. Als Reaktion darauf
gründete er das Netzwerk roterkeil.net gegen Kinderprostitution, wofür er 2013 das
Bundesverdienstkreuz bekam. Das Netzwerk besteht aus einer Vielzahl von Menschen, unter
anderem etliche prominente Fußballprofis, und hat Ortsgruppen in verschiedenen Städten im
Münsterland und im Ruhrgebiet. Seit 2010 ist Reidegeld stellvertretender Generalvikar des
Bistums Münster.

Matthias Münch Journalist Rilkeweg 16 48317 Drensteinfurt Telefon: +49/2508/984193 Mobil: +49/152/34100565 E-Mail: matthias.muench@web.de www.muench-journalist.de www.instagram.com/matthias.muench

Video geplant (über unsere Kommentarfunktion können Sie es per email schon jetzt anfordern):
Dr. Reidegeld gleitet am Steuer seines Opel Ampera über den Domplatz. Auch wenn die
Glocken nicht gerade geläutet hätten, wäre das Auto nicht zu hören gewesen.

Für uns aktive Elektroautofahrer bleibt die Frage offen, warum die Städte in NRW so zurückhaltend sind, was die Umsetzung des Elektromobitätsgesetzes betrifft. Die Busspuren-Regelung  scheint einer der Knackpunkte zu sein. Auch Münster hält sich in dieser Frage bedeckt.

Bei heise.de kann man lesen: Auch die Städte in Nordrhein-Westfalen halten nicht viel von Elektrofahrzeugen auf Busspuren. Die Freigabe für E-Autos dürfe nicht dazu führen, dass der öffentliche Nahverkehr behindert wird und es zu Verspätungen kommt, heißt es beispielsweise im Essener Rathaus.

Opel Ampera – Elektroauto mit Range Extender, immer noch eine gute Wahl

Amandus Petrusch aus Lüdinghausen mit seinem Opel Ampera un der Wallbox von Opel

Amandus Petrausch aus Lüdinghausen mit seinem Opel Ampera und der Wallbox von Opel

Amandus Petrausch, stolzer Besitzer eines Opel Ampera, erhielt jetzt als Ladestation eine Wallbox von Opel. Damit wurde die Lademöglichkeit zu Hause optimiert. Ein Range Extender gewährleistet stets die Alltagstauglichkeit auch auf langen Strecken: wenn die Traktionsbatterie leer ist, sorgt ein kleiner Generator-Motor für den nötigen Fahrstrom. Ist das Auto zurück im heimatlichen Hafen, wird die Batterie ohne Stress wieder aufgeladen. Wenn sich eine Gelegenheit bietet, kann man natürlich unterwegs auch an jeder normalen Haushaltssteckdose mit einem mobilen Ladekabel nachladen. Ein Ladekabel mit Typ2-Stecker aus unserem Zubehör-Programm benötigt man für öffentliche Ladesäulen. Reichweitenprobleme oder die leidige Stromtankstellensuche gibt es beim Ampera mit Range Extender nicht.

Als einer unserer ersten Kunden hat sich Amandus Petrausch übrigens für sein neues Auto ein E-Kennzeichen zugelegt. In Lüdinghausen und vielen anderen Städten kann er damit auf entsprechend ausgewiesenen Parkplätzen kostenlos parken.

Wer jetzt ein solches Auto erwerben möchte, wende sich vertrauensvoll an unseren Verkauf, wir halten nach Möglichkeit immer gute Gebrauchtfahrzeuge für Sie bereit, aktuell diesen:

Opel Ampera Epionier Edition Navi Leder Bose USB Temp

 

Kleinstadt Lüdinghausen, Stammsitz unseres Autohauses – hier sind Elektroautofahrer willkommen

Alles an einer Stelle der historischen Altstadt: ein Hotel, eine kostenlose Ladesäule und ein für Elektrofahrzeuge freier Parkplatz.

Alles an einer Stelle der historischen Altstadt: ein Hotel, eine kostenlose Ladesäule und ein für Elektrofahrzeuge freier Parkplatz. Ein großes Einkaufszentrum, Arztpraxen und das Krankenhaus kann man von hier aus bequem zu Fuß erreichen. Unsere Kunden – im Bild ein Peugeot iOn von 2011 – profitieren davon.                                           Foto: bli

Die Kleinstadt Lüdinghausen ist seit über 15 Jahren die Metropole der Elektromobilität im Münsterland. Seit 25 Jahren handelt hier das Autohaus Rüschkamp mit Elektroautos. Hier gibt es zwei der ersten Drehstromkisten, eine davon bei Rüschkamp an der Steverstraße, eine am Gymnasium Canisianum. Die AG der Schule, das Sunny-Cani-Team, von Rüschkamp seit 1999 gefördert, und das daraus hervorgegangene EL-Team Münsterland führen seit geraumer Zeit die Solarchallenge Münsterland durch. Mehrfach startete hier in den letzten 25 Jahren die internationale Tour de Ruhr der ISOR, eine der ersten Elektroauto-Rallyes in Europa. Bei Rüschkamp an der Seppenrader Straße gibt es schon lange ein Solarcarport, wo unsere Kunden und alle Elektroautofahrer/innen ihre Autos umsonst laden können. In der Innenstadt gibt es einen Parkplatz mit kostenfreier Ladesäule, gestiftet von EBG Compleo, direkt dahinter in der Altstadt das praktische kleine Hotel No. 11. Und seit neuestem städtische Parkplätze, auf denen Elektroautos frei_parken  dürfen. Wer bietet mehr?