Ladeverluste sollte man minimieren

Energieberater Sven Hoffmann an seinem heimischen Ladegerät, einer Opel-Wallbox. Er ist Ampera-Fahrer mit Sachkenntnis und Leidenschaft. Foto: Matthias Münch

ecomento.de – Der tatsächliche Energieverbrauch eines Elektroautos ist oft ein Diskussionsthema und hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab – wie etwa Fahrweise, Witterung und zugeschaltete Verbraucher. Zudem ist es so, dass mehr Strom geladen werden muss, als nominell in den Akku passen würde – wegen Verlusten beim Laden.

Ladeverluste

Die genannten beiden Verbrauch-Sichtweisen (was fließt durch den Zähler – was landet im Akku? Anm. des admin) weichen e-auto.tv zufolge “deutlich voneinander ab, je nach Fahrzeug, Witterung und anderer Außeneinflüsse um zehn bis 30 Prozent”. Von den Ladeverlusten sind alle Elektroautos betroffen. Ein kürzlich von e-auto.tv durchgeführter Stichprobentest beim BMW i3 hat “laut Bordcomputer zu einem Verbrauch von 12,8 kWh/100 km geführt, tatsächlich mussten per Schuko-Steckdose 15,5 kWh nachgeladen werden, eine Abweichung von 21 Prozent.”

Die Ursachen für Ladeverluste sind vielfältig. Eine Rolle spielen etwa die Temperatur des Akkus, Leitungslängen und -querschnitte. Auch die Art des Ladens beeinträchtigt die Effizienz: Eine Schnellladung führt demnach zu höheren Defiziten als eine mehrstündige Normalladung.

https://ecomento.de/ratgeber/technik-im-elektroauto-verbrauch-ladeverlust-und-wirkungsgrad/

Mein Tipp: wenn es irgendwo warm wird beim Laden, erkennt man die Stelle des Verlusts durch Wärmeabgabe. Man sollte größere Leitungsquerschnitte wählen, auf jeden Fall auf gut verschraubte oder gequetschte Kontakte achten und evtl. mit geringerer Stromstärke laden.  Aber keine Angst, wenn Sie einen Stecker oder eine Leitung längere Zeit anfassen können, besteht keine Gefahr. Wenn Sie im Winter mit dem Verbrenner fahren und das Auto schnell muckelig warm wird, dann erleben Sie hautnah 60 Prozent Wärmeverlust beim fossilen Antrieb.

Ein Gedanke zu „Ladeverluste sollte man minimieren

  1. Bernd Lieneweg

    Unser Ampera-e-Kunde A.F. wollte es wissen. Er verglich die vom Auto aufgenommenen kWh mit den von der Ladestation abgegebenen kWh und ermittelte so einen Ladeverlust von 10 %. Das ist vergleichsweise wenig. Offenbar sind die Bedingungen bei ihm günstig.

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