Archiv für den Monat: Dezember 2015

Einschätzung zum Jahreswechsel: E-Mobilität wird weiter steigen

Bernd Möllmann und Hendrik Rüschkamp links im Bild.

Bernd Möllmann und Hendrik Rüschkamp links im Bild (WN, 31.12.15)

Nicht nur Politiker, sondern auch die jetzigen und zukünftigen Nutzer von Elektroautos freuen sich über das Ergebnis, das eine Lüdinghauser Initiative in Berlin erreicht hat.

Zwei alte Schulfreunde, der Lüdinghauser Geschäftsmann Joan Hendrik Rüschkamp und der Lokalpolitiker Bernhard Möllmann, waren sich schon vor vielen Jahren einig, dass Elektromobilität aus umweltpolitischen Gründen gefördert werden muss. Auch jetzt stimmen sie in ihrer Einschätzung überein, dass nun endlich die E-Mobilität auf dem Vormarsch sei, wie man in einer Pressemitteilung (WN, 31.12.2015) lesen kann. Die Elektromobilität habe in Lüdinghausen eine aktive Fangemeide, seit 2009 kämpften Aktive und Lüdinghauser Kommunalpolitiker mit Unterstützung ihres Bundestagsabgeordneten in Berlin dafür, die bürokratischen Hindernisse bei der Förderung der Elektromobilität zu beseitigen.

Der Einsatz hat sich gelohnt. Vor wenigen Wochen hat die Bundesregierung den Weg für eine Förderung von Elektrofahrzeugen im Straßenverkehr freigemacht. Lüdinghausen ist die erste Stadt in Nordrhein-Westfalen, die die Privilegien für Elektrofahrzeuge umgesetzt hat. Elektrofahrzeuge parken in Lüdinghausen kostenfrei.

Diese Maßnahme ist die konsequente Weiterführung einer Initiative eines anderen Lüdinghauser Lokalpatrioten, Dr. Hans Dieter Storzer, der vor einiger Zeit der Stadt eine Ladesäule der Firma EBG Compleo geschenkt hat.

Auch wenn aktuell die Zulassungszahlen von Elektrofahrzeugen in Lüdinghausen noch gering sind, sind Rüschkamp und Storzer zuversichtlich, dass sich das bald ändern wird, so die Mitteilung. Die Ladesäulen-Technologie, die einmal Volltanken auf die Länge einer Tasse Kaffee reduziere, stehe kurz vor dem Durchbruch, so Dr. Storzer. „Auch wäre eine Anschubfinanzierung, wie sie in anderen europäischen Staaten erfolgreich praktiziert wird, Rückenwind für das elektrisch betriebene Auto,“ begrüßt Joan Hendrik Rüschkamp, Geschäftsführer unseres gleichnamigen Autohauses, die aktuelle Diskussion um den staatlichen Zuschuss für die Anschaffung eines umweltfreundlichen  Fahrzeuges.

 

Petition kann und sollte noch unterzeichnet werden

Bundesrat: Änderung der Bundesrats-Drucksache 507/15. BMWi-Ladesäulen-Verordnung (LSV). Neuer Termin ist 10. 02.2016!

Bundesrat: Änderung der Bundesrats-Drucksache 507/15. BMWi- Ladesäulen-verordnung (LSV). Neuer Termin ist 10. 02.2016!

Mehrere Verbände haben in Sachen LSV – Ladeäulenverordnung – auch eine PETITION aufgesetzt, welche sich an den BUNDESRAT richtet. Darunter auch LEMnet Europe e.V., der federführend in 2015 die inhaltliche Position und Kritik formuliert hat.
Bekanntlich gibt es weit verbreitete Befürchtungen, dass im Fall der Verabschiedung und Umsetzung der LSV Private und Privatunternehmen, aber auch kleine Stadtwerke und Dienstleister entmutigt werden, Ladeinfrastruktur weiter zu betreiben. Eher werden sie diese zurückbauen bzw. deinstallieren aufgrund administrativer Hemmnisse und Kosten (BNetzA, Gebühren), als am Hochlauf der Elektromobilität teilzunehmen und zu investieren. Viele Geschäftsmodelle (z.B. Hotels, Gasthöfe, Geschäfte) werden gegenstandslos werden aufgrund der Eingriffe der LSV ins Recht.

Bitte unterzeichnen Sie die Petition: Änderung der Bundesrats-Drucksache 507/15. BMWi- Ladesäulenverordnung (LSV). An: Bundesrat, Vorsitzende Wirtschafts- und Verkehrsausschuss, Ministerin Ilse Aigner

Zur Info:

WICHTIG! Online-Petition: Bundesrat: Änderung der Bundesrats-Drucksache 507/15. BMWi- Ladesäulenverordnung (LSV)

Hier ist die Petition, die Sie an Ihre Freunde weiterleiten können:

Bundesrat: Änderung der Bundesrats-Drucksache 507/15. BMWi- Ladesäulenverordnung (LSV)
Hier direkt unterzeichnen:
https://secure.avaaz.org/de/petition/Bundesrat_Aenderung_der_BundesratsDrucksache_50715_BMWi_Ladesaeulenverordnung_LSV/?tECtogb

LSV des BMWi, Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, behindert massiv durch Maximal-anforderungen die privaten Betreiber von Lade-infrastruktur und bremst damit die Entwicklung der Elektromobilität im Land.
Wir bitten den BUNDESRAT darum, entweder diese Ladesäulen -Verordnung(LSV) insgesamt
zurückzuweisen mit Blick auf gravierende Mängel.

Oder der BUNDESRAT nimmt in seiner Dezembersitzung notwendige Änderungen
in den §§ 2, 4 und 6 konkret vor, damit die LSV der EU-Richtlinie 2014/94 entspricht.
Dem BUNDESRAT liegen bereits Änderungsvorschläge vor, welche sich jetzt einige Länder zu eigen gemacht haben.
Wir unterstützen diese Änderungsvorschläge von BSM- Bundesverband Solare Mobilität e.V., LEMnet Europe e.V.,
Park + Charge e. V, DGS- Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie e.V. und Verein TFF- Tesla Fahrer und Freunde!
In der EU-Richtlinie ist ein Ladepunkt „öffentlich zugänglich“, wenn der Betreiber sich dafür entscheidet dessen Nutzung Jedem zu eröffnen – i.e. der Betreiber des Ladepunktes kann bestimmen, wer seinen Ladepunkt benutzen darf und dessen Nutzung auch auf eine bestimmte Kundengruppe begrenzen. (wie z.B. “Park+Charge”, Tesla, usw.)
Der BUNDESRAT möge den § 6 LSV ändern und 1:1 der EU-Richtlinie entsprechen lassen und keine von der Definition der Richtlinie abweichende Definition
der öffentlichen Zugänglichkeit eines Ladepunktes in Deutschland zulassen.
Wir fordern auf, die Registrierung neuer Ladesäulen so zu belassen, wie sie ist. Informationen über Ladesäulen lassen sich für Elektrofahrzeug- Fahrerinnen deutlich kosteneffizienter und unbürokratischer organisieren als in der aktuellen Fassung der LSV vorgesehen.

Öffentliche Ladeinfrastruktur sollte nicht reguliert
werden! Wir fordern den BUNDESRAT auf, Stromtankstellen auch in Zukunft nicht zu regulieren, wie es die LSV des BMWi leider – erstmals für Ladesäulen – vorsieht.

Bei der öffentlich zugänglichen Ladeinfrastruktur handelt es sich bis jetzt um einen wettbewerblichen und nicht regulierten Bereich. Warum soll sich das ändern?

Wir sind gegen die mit der LSV vorgesehenen hohen
Administrationskosten pro Ladepunkt. Diese sind ein Hemmnis für jeden Betreiber und die Ausbreitung der
notwendigen Ladeinfrastruktur in Deutschland. Auch verteuern diese Gebühren die kWh- Preise zusätzlich!

Wir fordern den BUNDESRAT auf, die Registrierung von Ladesäulen so zu belassen, wie diese bereits jetzt gut funktioniert. Von einem Verband preiswert organisiert. (z.Zt. der BDEW)

Der Staat (insbesondere BMWi) möge sich mit Regulierung bei der Elektromobilität insgesamt zurückhalten. Wir sind für Standardisierung. Auch bei Ladesteckern und – Säulen. Doch gegen Regulierung des Energiebezugs, der Infrastruktur und der Ladesäulen.
Es darf unserer Meinung nach nicht sein, dass die Ladesäulenverordnung behauptet, die öffentlich
zugängliche Ladeinfrastruktur zu regeln, jedoch im Ergebnis – entgegen der EU-Richtlinie 2014/94 –
erheblich eingreift in Bestand und Ausbau privater Aufstellorte, der 85% ausmacht in Deutschland.

Wir bitten bis 1. Dezember 2015 um 15:00Uhr um Unterstützung dieser Petition, damit wir zur Sitzung am 2. 12. den Wirtschafts- und Verkehrsausschuss des BUNDESRATS mitteilen können, wie viele Bürgerinnen und Bürger diese Petition in Sachen LSV unterstützen! DANKE!
http://www.bsm-ev.de/news/894-lsv-im-bundesrat

https://secure.avaaz.org/de/petition/Bundesrat_Aenderung_der_BundesratsDrucksache_50715_BMWi_Ladesaeulenverordnung_LSV/?tECtogb
Verschickt durch Avaaz im Auftrag von Andreas-Michael’s Petition

Und jetzt ein Elektroauto! Zeit für den Einstieg – steigen Sie ein – bei Rüschkamp.

VF31NZKZZCU801571_01Das neue Elektromobilitätsgesetz bringt Vorteile für Elektromobilisten. Zeit für den Einstieg! Mit einem Gebrauchten von Rüschkamp. Günstiger, als Sie denken!

Schauen Sie in unseren Gebrauchtwagenmarkt und suchen Sie unsere Elektroautos der Marken Opel (Ampera) und Peugeot (iOn und Partner Electric).

P.S.: Einer von zwei Peugeot iOn ist bereits verkauft. Sichern Sie sich unseren letzten (Abb. oben)gebrauchten!

E-Kennzeichen – von einer Lüdinghauser Initiative zum Bundesgesetz

Ein Peugeot iOn , zugelassen 2011, 50000 km ohne Probleme gefahren, hat jetzt auch das begehrte E-Kennzeichen. Nicht nur an der Ladesäule von EBG Compleo darf das Elektroauto jetzt ohne Parkschein parken.

Ein Peugeot iOn, zugelassen 2011, 50000 km ohne Probleme gefahren, hat jetzt auch das begehrte E-Kennzeichen. Nicht nur an der Ladesäule von EBG Compleo darf das Elektroauto jetzt ohne Parkschein parken.

Bislang toleriert, jetzt ganz legal: freies Parken mit einem Elektroauto in Lüdinghausen. Das dazu notwendige E-Kennzeichen wurde auf eine Initiative von Joan Hendrik Rüschkamp und seinem Freund Bernd Möllmann schon vor über fünf Jahren politisch in Berlin auf den Weg gebracht. (s. auch Zeitungsbericht vom 14.3.15 )

Nun wurde eines der ersten Batterie-elektrischen Großserienfahrzeuge im Kreis Coesfeld aus dem Autohaus Rüschkamp mit dem neuen E-Kennzeichen versehen und parkt von nun an in allen Kommunen, die dies zur Förderung der Elektromobilität beschließen, auf kommunalen Parkplätzen kostenlos.

Wie klimafreundlich sind Elektroautos? Klimabilanz-Analyse von Elektroautos des Bundesumweltministeriums.

Die e-Pioniere unter unseren Kunden wird die neue Klimabilanzanalyse erfreuen und in ihrer Meinung bestätigen, Neukunden wird die Entscheidung leichter gemacht:

Nun ist es amtlich: Elektroautos sind unter den jetzigen Bedingungen in jedem Fall umweltfreundlich.

Nun ist es amtlich: Elektroautos sind unter den jetzigen Bedingungen in jedem Fall umweltfreundlich.

Elektrofahrzeuge sind so sauber wie der Strom, mit dem sie fahren. Zwar stößt der Elektromotor im Fahrzeugbetrieb weder CO2 noch Schadstoffe aus – ein Elektroauto hat auch gar keinen Auspuff. Doch nur eine Kombination von Elektrofahrzeugen und Strom aus erneuerbaren Energiequellen würde zu einer Energiebilanz ganz ohne CO2 aus fossilen Brennstoffen und ohne Schadstoffe führen. Doch haben erneuerbare Energien schon heute so hohe Anteile am Strommix, um Elektroautos einen Klimavorteil im Vergleich mit einem modernen Verbrennungsmotor bescheinigen zu können? Und wie sieht die Bilanz aus, wenn man auch die beim Elektroauto energieintensivere Fahrzeugherstellung, unter anderem bedingt durch die Batterieproduktion, berücksichtigt? Manche entgegnen dem, dass derlei Fragen für die Bewertung der Klimabilanz gar nicht entscheidend seien, denn der europäische Emissionshandel (ETS) setze ohnehin eine absolute Grenze für den Treibhausgasausstoß, der eben auch der Fahrstrom unterliege. Angesichts der verschiedenen möglichen Bewertungsansätze hat die nachfolgende Bilanz das Ziel, einmal ganz konservativ zu rechnen, und zwar:

• unter Verwendung des deutschen Strommix, und nicht mit 100% Erneuerbaren oder unter Berücksichtigung der CO2-Obergrenzen des Emissionshandels; • unter Einrechnung der Verluste zwischen Kraftwerk, Steckdose und Fahrzeugbatterie;

• unter Verwendung realer Energieverbräuche wie sie in Alltagstests auf der Straße ermittelt werden;

• unter Berücksichtigung des gesamten Lebenszyklus der Fahrzeuge, also einschließlich Produktion, Betrieb und Entsorgung aller Fahrzeugkomponenten (inkl. Batterie);

• unter Verzicht auf etwaige Gutschriften, die aus einer Zweitverwendung der Batterie („Second Life“) oder aus einem die Einspeisung von erneuerbaren Energien begünstigenden gesteuerten Laden einmal resultieren könnten;

• nicht nur im Vergleich mit einem deutschen Durchschnittsfahrzeug sondern im Contest mit einem aktuellen Modell aus dem Autohaus und ebenso mit einer Variante, bei der der Verbrennungsmotor über besondere Spritspartechnologien verfügt;

• unter Anrechnung von zunehmenden Emissionsminderungen bei Benzin und Diesel, vor allem aufgrund der Beimischung von Biokraftstoffen, entsprechend der geltenden Vorgaben.

Die Analyse der Klimabilanz eines Elektroautos, genauer gesagt der spezifischen klimarelevanten Emissionen pro Fahrzeugkilometer über die Fahrzeuglebensdauer, zeigt, dass die Treibhausgasemissionen eines batterieelektrischen Fahrzeugs (kurz: Elektroauto) selbst unter Berücksichtigung des deutschen Strommix geringer ausfallen als bei vergleichbaren Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren (verbrennungsmotorisches Fahrzeug), und das schon heute.

Klimabilanz-Analyse von Elektroautos des Bundesumweltministeriums.
bmub.bund.de (PDF-Download)

 

Die Ladestellenverordung darf nicht das Engagement mittelständischer Firmen beeinträchtigen

Solarcarport in Werne mit EBG-Ladesäule, Foto: Bernd Lieneweg

Solarcarport in Werne mit EBG-Ladesäule, Foto: Bernd Lieneweg

Die geplante Ladestellenverordnung ist bei den Pionieren der Elektromobilität (Vereine, mittelständische Betriebe, Privatorganisationen) sehr umstritten.

Auch das Autohaus Rüschkamp fürchtet neue Belastungen und damit eine Abstrafung des bisher geleisteten Beitrags zur Akzeptanz der Elektromobilität. In einem Schreiben an den BSM (Bund solare Mobilität) nehmen wir wie folgt Stellung:

Seit über 25 Jahren engagiert sich das Autohaus Rüschkamp im Bereich Elektromobilität. Neben dem Verkauf und der Wartung von Elektroautos wurden an allen fünf Standorten Lademöglichkeiten geschaffen, so dass regenerativ erzeugter Strom von allen Elektroautofahrern genutzt werden kann. Es wurden nicht nur Produkte zunächst kleinerer und mittlerer Unternehmen, später auch internationaler Autokonzerne in den Handel gebracht und gleichzeitig in Ladeinfrastruktur und Stromerzeugungsanlagen investiert, sondern es wurde auch Fachpersonal in Hochvolttechnik ausgebildet und bereit gestellt. Darüber hinaus beteiligte sich das Autohaus Rüschkamp an verschiedenen Förderprojekten in Kooperation mit Schulen, Hochschulen und Universitäten. Da der Handel mit Elektroautos bisher bekanntlich nicht den erhofften Erfolg gebracht hat, würde eine Ladestellenverordnung, die das Bereitstellen von Ladestrom schwieriger und damit teurer macht, den guten Willen der Pioniere eher bestrafen und die weitere Investitionsbereitschaft senken. Eine Regulierung des Ladestromvertriebs darf auf keinen Fall zur Folge haben, dass das erklärte Ziel, der Elektromobilität aus Umwelt- und Klimaschutzgründen zum Durchbruch zu verhelfen, behindert wird.

Der BSM beschreibt das Engagement mehrerer Unternehmer in folgenden Statements:

LEMnet_Europe_Amadeus_Buergel_Warum ich gegen die Ladesäulenverordnung des BMWi bin_1Dez_2015

LEMnet_Europe_Ihr Bäcker Schüren_Hilden_LEMnet_Interview_28_Nov.2015

LEMnet_Europe_Lebensgarten_Steyerberg_Statement_LSV_2_Dez_2015

3000 Kilometer durch Australiens Outback mit einem Solarauto aus Bochum (und einer Mitarbeiterin im E-Team Rüschkamp)

"Unsere" Sylvia Illberger ist Mitglied des Betreuer-Teams. Nach der Ausbildung wechselte sie zum Studium an der Hochschule Bochum.

„Unsere“ Sylvia Illberger (rechts am Auto) ist Mitglied des Betreuer-Teams. Nach der Ausbildung in Lüdinghausen wechselte sie zum Studium an die Hochschule Bochum. Bei Rüschkamp arbeitet sie jetzt als freie Mitarbeiterin, mit ihrem Wissen erhöht sie unsere Service-Kompetenz im Elektroauto-Bereich. Außerdem arbeitet sie weiterhin als Promotorin auf Fachmessen und bei E-Mobil-Events.

Selbstverständlich freuen wir uns im Hause Rüschkamp, dass Sylvia Illberger zum erfolgreichen Team aus Bochum gehört. Sie schickte uns den folgenden Bericht:

40 Teams aus 20 Ländern der Welt, 3000 km durch Australien, von Darwin nach Adelaide in 6 Tagen (18.-24.10.15) nur von der Kraft der Sonne angetrieben. Das ist die „World Solar Challenge“.

Die Teilnehmer konnten sich in diesem Jahr, mit ihren Fahrzeugen, in drei verschiedenen Klassen anmelden. In der „Challenger Class“, der Hauptklasse mit den flachen, oft als Tischtennisplattenfahrzeuge bezeichneten Autos, der „Adventure Class“ in der sich die Fahrzeuge versammeln, die die Grenzen der Möglichkeiten ausreizen, da sie nur wenigen strengen Regeln unterliegen und zu guter Letzt in der „Cruiser Class“, in der die Fahrzeuge mit vier Rädern und mindestens zwei Sitzplätzen versuchen eine möglichst hohe Alltagstauglichkeit zu erreichen. Doch neben dem Rennen ist ein besonders schöner Aspekt, der die World Solar Challenge seit jeher ausmacht, die Hilfsbereitschaft und der Zusammenhalt unter den Teams und die internationalen Bekanntschaften die während der gemeinsamen Zeit in Australien entstehen. Denn in erster Linie fahren die Teams gegen das Wetter und die eigenen Grenzen.

Auch das Team der Hochschule Bochum nahm in diesem Jahr wieder mit einem neuen, selbst entwickelten und selbst gebauten Fahrzeug an der Weltmeisterschaft der Solarautos teil. Wie bereits in den Jahren zuvor standen bei den Bochumern erneut Alltagstauglichkeit und Sportlichkeit ganz oben auf dem Plan für das Design des Fahrzeugs. Und so entstand der „ThyssenKrupp SunRiser“, der in der Cruiser Class startete.

Insgesamt gingen bei der diesjährigen „Bridgestone World Solar Challenge“ 11 Cruiser Class Teams an den Start, allerdings beendeten nur 5 von ihnen das Rennen plangemäß in Adelaide, ohne auf die Hilfe des Anhängers zurückgreifen zu müssen. In der Cruiser Class geht es nicht allein darum die höchste Geschwindigkeit mit dem geringsten Energieverbrauch zu erzielen, auch die Alltagstauglichkeit/ Praktikabilität und die gefahrenen Personenkilometer werden in die Gesamtwertung mit einbezogen. Das macht die Berechnungen der Strategie entsprechend komplex. Das Team der Hochschule Bochum konnte in diesem Jahr leider nur den dritten Platz an Stelle des erhofften ersten erringen, auch wenn sie bei den gefahrenen Personenkilometern und der Praktikabilitätswertung auf Platz zwei, vor dem Team von Kogakuin aus Japan lagen. Da die Japaner als erste über die Ziellinie fuhren gewannen sie die meisten Punkte in der Zeitwertung, das brachte ihnen in der Gesamtwertung letztlich den zweiten Platz hinter dem niederländischen Team aus Eindhoven, die in Praktikabilität und Personenkilometern ganz vorne lagen und nur einige Minuten nach den Japanern durchs Ziel rollten. Somit ging der Weltmeistertitel wie schon bei der letzten World Solar Challenge 2013 an die Niederländer. Das Konzept von Stella Lux, wie das Fahrzeug der Eindhovener heißt, ist allerdings im Punkt Alltagstauglichkeit nicht ganz einfach mit dem des ThyssenKrupp SunRiser aus Bochum zu vergleichen, da Stella Lux als viersitziger Familienwagen und der SunRiser als rassiges Sportcoupé entwickelt wurde. Doch der SunRiser überzeugte und wurde schnell zum Juryliebling. Als Zeichen hierfür erhielt er den „Judges Commendation Award“.

Was den ThyssenKrupp SunRiser auszeichnet, ist nicht nur seine ansprechende, sportliche Form, die dem Betrachter schon von außen ein unvergleichliches Fahrvergnügen verspricht. Auch die Energieeffizienz, die zahlreichen Komfortsysteme und das qualitativ hochwertige Interieur des Wagens sind in dieser Form, in einem Solarauto, weltweit einzigartig.

Zusatzinfo: Die erste World Solar Challenge fand 1987 mit nur einer Rennklasse, (Tischtennisplatten Fahrzeugen) der Challenger Class und einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 67 km/h statt. Ursprünglich war die Strecke 4052 km lang, von Sydney über New South Wales bis Perth. 

Bei der Tour de Ruhr der ISOR und beim Ruhrsymposium – beides von Rüschkamp gefördert – waren alle Generationen von Fahrzeugen der Hochschule Bochum dabei.